Spital 4.0. Digitalisierung ist Chefsache
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Die Digitalisierung der Spitäler erhält mit der Einführung des Elektronischen Patientendossiers einen enormen Schub. Sie ist für Spital- und Klinikdirektoren eine Chance, ihr Geschäftsmodell zu überdenken und den damit verbundenen kulturellen Wandel voranzutreiben. Auf der Basis des Bundesgesetzes über das elektronische Patientendossier (EPDG) wird die Schweiz ab 2020 einen systematischen Austausch von elektronischen Patientendaten einführen. Dies bringt Druck ins System. Kaum ein Spital- oder Klinikdirektor hat sich bisher mit der folgenden Frage auseinandergesetzt. Wie bewältigen wir diese neue digitale Herausforderung? Dabei ist die Versuchung gross, kurzentschlossen den Chief Information Officer (CIO) mit der Ausarbeitung eines entsprechenden Digitalisierungskonzepts zu beauftragen.

Doch ist es damit getan? Nein. Auch wenn die gesetzliche Vorgabe zur Einführung innert 3 Jahren besteht, ist übertriebener Aktivismus fehl am Platz. Einerseits ist die Gefahr von Fehlinvestitionen zu groß und andererseits das (Spar-) Potenzial, das sich mit unkoordinierten Insellösungen beheben lässt, zu gering. Auch die Zielsetzung der Qualitätssteigerung, welche mit der Einführung des EPD einhergeht, lässt sich nur bedingt erreichen.